PHV Reiter
PHV Reiter

Vereinschronik 1924 bis 1965

Ein Rückblick auf die Geschichte des Ersten Deutscher Polizei-Hunde-Verein Karlsruhe gegr. 1924 e.V.


1923 übten auf dem Sportplatz des FC Concordia einige Hundefreunde. Diese Hundefreunde gründeten den Polizei - Hunde - Dressur Club. Zur selben Zeit taten sich einige Hundefreunde im Gasthaus "Unter den Linden" in Karlsruhe zusammen.


1924 fanden sich der Polizei - Hunde - Dressur Club und die Sportsfreunde aus der Gaststätte "Unter den Linden" zusammen und gründeten den Erster Deutscher Polizeihunde Verein e.V. Sitz Duisburg als Zweigverein dieses gleichnamigen Verbandes, der der größte Verband für Gebrauchshunde aller Rassen in Deutschland war.

1925 brannte das Clubhaus des FC Concordia nieder und damit auch die Geräte des PHV. Da die Kasse leer war, konnten erst nach einigen Monaten wieder die Geräte und Hetzärmel angeschafft werden.

1926 kam der PHV in eine Krise da der FC Concordia seinen Platz nicht mehr halten konnte und sich mit einem anderen Fussballverein zusammen tat. Plötzlich war kein Übungsplatz mehr vorhanden. Von der Stadt bekam der PHV pachtweise ein Gelände bei Junker & Ruh an der Alb 100m unterhalb der Albbrücke überlassen. Die Vereinsvorstände bis zu dieser Zeit waren: Kriminalsekretär Eichele, Kriminalinspektor Eschwein, Hauptwachtmeister Faschian, Schuhmachermeister Geiger und Kaufmann Adam. In Eigenarbeit der Mitglieder wurde der neue Platz eingezäunt, Hundeboxen und ein kleines Clubhaus (ca. 25qm) gebaut. Im selben Jahr bekam der Verein die Haupttagung des Verbandes unter Vorsitz des Polizeiinspektors Hapke, Duisburg zugesprochen. Diese fand im großen Saal des Hotel Krokodil, am Ludwigsplatz statt. Sportlich waren auch schon Erfolge zu verzeichnen. Sportsfreund Notheis kam in diesem Jahr zur Siegerprüfung und belegte den dritten Platz.

1933 nach der Machtübernahme Hitlers wurden die Vereine unter die Führung der Nationalsozialisten gestellt. Der PHV durfte seinen Namen nicht mehr führen. Es entstanden SA-Hundestaffeln, die Hunde für den Kriegseinsatz als Melde- und Sanitätshunde ausbildeten.

1939 wurden viele Hunde für den Kriegsdienst eingezogen. Der junge Mitglieder mussten zum Militär, die Älteren wurden dienstverpflichtet, so dass das Vereinsleben fast ganz zum Erliegen kam. Die geschaffene Platzanlage wurde durch Kriegseinwirkungen zerstört und die Materialien gestohlen oder abgebrochen. So das nach Kriegsende 1945 nur noch ein Trümmerhaufen vorzufinden war.

1950 fasste das Vereinsmitglied Jost auf einer General-Versammlung des SV Karlsruhe den Entschluss, den PHV wieder aufleben zu lassen und neu aufzubauen. Als Übungsplatz diente wieder der frühere Platz des FC Concordia, für den der PHV eine monatliche Miete an den KFV (Karlsruher Fußball Verein) bezahlte. Nach längeren Verhandlungen des l. Vorsitzenden Albert Jost mit dem Vermessungs- und Liegenschaftsamt der Stadt Karlsruhe bekam der PHV das Gelände in der Litzelau zugeteilt. Vereinsmitglied Dehm und der l. Vorstand kauften in Schwäbisch Hall eine Wohnbaracke 12,5 m x 12,5 m für 8500,00 DM. Das noch erforderliche Baumaterial wurde durch Beziehungen der Mitglieder gekauft oder gespendet. Die ganzen Arbeiten wurden von Mitgliedern unentgeltlich durchgeführt.

1952 anlässlich der Siegerprüfung des WBDV (Württembergischer Dressur Verband) wurde das neue Vereinsheim eingeweiht. Da die dem Verein zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausreichten, andererseits der Anbau einer Wohnung zum Vereinsheim immer dringender erforderlich wurde, entschloss sich der l. Vorstand Jost mit 11 Mitgliedern + 2 Nichtmitgliedern eine Privat - Hundeschule GmbH zu gründen. Diese stellte dem PHV 15.000,00 DM als Baudarlehen zur Verfügung.

1955 erfolgte der Anbau der Wohnung und der Aufbau der Zwingeranlage. Der Gesamtaufwand für diese zweite Platzanlage mit Vereinsheim, Wohnung und Hundeschule betrug 48.000,00 DM. Die Bewirtschaftung wurde zuerst von Mitgliedern durchgeführt, schließlich dann aber doch verpachtet. Mit den Mieteinnahmen von Wohnung, Vereinsheim und Hundeschule konnte der Verein dann seinen laufenden Verpflichtungen und Abzahlung der Schulden nachkommen. Pächter waren: Farn. Nagel (1,5 Jahre), Farn. Stober (6 Wochen), Fr. Killmann (1 Jahr) & Fr. Wilkens (1 Jahr).

1958 wurde die Hundeschule aufgelöst, und Sportsfreund Jost übernahm diese als Einzelunternehmen. Das Baudarlehen wurde dadurch zur Rückzahlung fällig. Die Gelder hierfür waren nicht vorhanden und Sportsfreund Jost bürgte für die Gläubiger. Auch während diesen Jahren waren die sportlichen Leistungen des PHV Zimmermann mit Erfolg an den Siegerprüfungen des WBDV teilnehmen. Auch bei Wettkämpfen mit anderen Vereinen waren die Aktiven des PHV immer mit an der Spitze. In Anbetracht des fortgeschrittenen Alters und da der Verein nun abgesichert war, stellte Sportsfreund Jost sein Amt zur Verfügung. Sportsfreund Stockmann wurde als sein Nachfolger gewählt.

1965 Erklärte sich Sportsfreund Jost noch einmal bereit bis zur Fertigstellung des heutigen Vereinsheims, das Amt des 1. Vorstandes zu übernehmen. Dies sind Auszüge aus der Vereinschronik die zur Grundsteinlegung des heutigen Vereinsheims verfasst wurde.

Vereinsleben und Vereinsarbeit

Jeder Verein ist so einzigartig wie die Mitglieder, die sich für ihn einbringen. Ein Verein gibt uns die Möglichkeit unsere gemeinsamen Interessen zu pflegen (Hundesport) und gemeinsam an Zielen zu arbeiten (z.B. die Akzeptanz von Hunden in der Gesellschaft).

Vereint geht manches leichter!